Presse2017-12-26T16:27:09+00:00

Fossilienwelt – der Themenpark zum verschwundenen tropischen Meer vor den Toren Wiens

Auf dem Gelände der Fossilienwelt wurde vor wenigen Jahren das weltgrößte fossile Austernriff mit 15.000 Riesenaustern freigelegt. Der 2009 eröffnete Themenpark zeigt nicht nur dieses einmalige Naturdenkmal, sondern erzählt  die Geschichte des verschwundenen tropischen Urmeers und seiner Bewohner. Aus den fossilen Überresten von 650 Tier- und Pflanzenarten, die im Korneuburger Becken gefunden wurden, haben Wissenschaftler rekonstruiert, wie es hier vor 17 Millionen Jahren ausgesehen hat. In der angeschlossenen Ausstellung sind ausschließlich fossile Funde aus dem Korneuburger Becken zu sehen, darunter einige Weltunikate.

Das Austernriff – 15.000 versteinerte Riesen
Highlight der Fossilienwelt  ist das weltweit größte fossile Austernriff. Schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Korneuburger Becken Fossilien gefunden. Doch erst 1975 begann eine Gruppe von örtlichen Sammlern – die „Freunde der Mineralien und Fossilien“ – mit der systematischen und umfangreichen Dokumentation der Funde. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden gemeinsam mit 40 internationalen Wissenschaftlern ausgewertet und publiziert. Im Frühjahr 1987 wurde mit ersten Grabungen am Austernriff begonnen, aber erst rund 20 Jahre später wurde es im Rahmen der größten paläontologischen Grabung, die je in Österreich durchgeführt wurde, freigelegt und mit einer 600m2 großen Halle überdacht. Bis dato ist das faszinierende fossile Austernriff vom Teiritzberg Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Durch die umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten ist das Korneuburger Becken nicht nur eine weltweit einzigartige Fossillagerstätte, sondern auch das am besten wissenschaftlich bearbeitete und dokumentierte Becken der Welt.

Eine virtuelle Reise zum verschwundenen Urmeer. Die erste 3D-App für das Smartphone setzt neue Maßstäbe in der musealen Wissensvermittlung.

In  der Fossilienwelt geht man in der Vermittlung  des Wissens um Erdgeschichte seit 2017  erfolgreich neue Wege: Eine 3D-App für das (eigene) Smartphone versetzt die Besucher mitten unter die Bewohner des einstigen Urmeeres. „Wissensvermittlung muss zeitgemäß sein und soll Spaß machen“, so das Credo von Fossilienwelt-Geschäftsführerin Ursula Artner-Rauch. Mit Hilfe des Smartphones und einer vor Ort auszuleihenden kleinen 3D-Brille, die auf das Smartphone gesteckt wird,  taucht der Besucher mit Haien, wird am Strand von Krabben umringt oder schwebt mit Foraminiferen. „Es macht einen Unterschied in der subjektiven Erfahrung, ob man in der Vitrine den Schädel eines Gangesdelfins liegen sieht oder ob das ganze Tier auf mich zu schwimmt“, so Artner-Rauch, „was wir hier in der Fossilienwelt  mit unserer Urmeer-App erreichen wollen, ist die perfekte Symbiose von realen Exponaten und dem virtuellen Erlebnis.“

Mit der 3D-Urmeer-App zählt die Fossilienwelt international zu einer Handvoll anerkannter Museen, die erfolgreich auf den Einsatz virtueller Realitäten setzen,  wie etwa die antike Villa  Domus Aurea in Rom. „Natürlich ist es für ein vergleichsweise kleines Museum wie die Fossilienwelt mutig, bewährte Wege der Wissensvermittlung zu verlassen und auf ganz neue Technologien zu setzen. Aber die Akzeptanz der 3D-App bei unseren Gästen gibt uns Recht“, freut sich Artner-Rauch.

Realisiert wurde die 3D-App von 7reasons, einem auf den Einsatz virtueller Techniken in  Ausstellungsbereichen spezialisierten österreichischen Unternehmen. Der museale Einsatz von 3D-anmierten Apps im musealen Bereich ist noch keineswegs Routine, trotzdem ortet Günther Weinlinger von 7reasons zukünftig großes Potential. „Virtual Reality ist sicher auch in der Museumsanwendung eine kommende Technik, besonders dort, wo es gilt, Unsichtbares sichtbar zu machen. Die Fossilienwelt übernimmt derzeit definitiv europaweit eine Vorreiterrolle im Hinblick auf virtuelle Touren im musealen Bereich.“

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